Die Wärme ist zu teuer!

2019-01-11

Update vom 15.01.2019 – siehe unten

Die Wärme ist nachgewiesener Weise teurer als dies notwendig erscheint. Das ist deshalb ärgerlich, weil die städtische Satzung ihre Bürger zwingt, ihre Wärme ausschließlich eben zu diesen Preisen zu kaufen.

Wir zahlen mehr als den doppelten Preis!

Eine Auswertung der Abrechnungen für 2016 und 2017 von zwei Reihenmittelhäusern kommen die Eigner auf einen Preis von durchschnittlich 17,3 Cent pro kwh (inkl. MwSt). Die Preise ergeben sich aus einem in jedem Fall zu zahlenden Grundpreis zuzüglich der variablen Kosten.

Zum Vergleich: Einer der großen Energielieferanten in Süddeutschland verlangt von seinen privaten Kunden für jede gelieferte kwh Wärme in einem Pauschaltarif 7,47 Cent – also nicht einmal die Hälfte dessen, was im Wohngebiet Max-Beckmann-Weg zu zahlen ist. Eine andere Vergleichsquelle weist als Preis für die kwh Wärme 8,3 Cent aus.

Verglichen wurden jeweils Vollkosten. Interessant auch, dass sich bei anderen Anbietern der Grundpreis an der Leistungsfähigkeit der Übergabestation orientiert. Im Wohngebiet Max-Beckmann-Weg werden (wie auch immer ermittelte) Quadratmeter Wohnfläche für die Höhe des Grundpreises berechnet. Die Wohnfläche und die gesamte dort verbaute Infrastruktur befindet sich jedoch im Eigentum der Kunden. Wieso wirkt die Größe des Eigentums auf die Grundpreise bei der Wärmeversorgung? Das wäre bei Vermietung o.k.; denn dort muss über den Grundpreis ja die in der Wohnung fest verbaute Infrastruktur finanziert werden – hier aber nicht; denn sie gehört mir.

Was könnten die Ursachen sein?

Die Abrechnungen wiesen teilweise extrem hohe Wärmeverluste aus (in das System eingespeiste Energie war deutlich höher als die bei den Abnehmern gemessene Energie).

Ein gerichtlich bestellter Gutachter hat festgestellt, dass die Anlage um ca. 60% zu groß dimensioniert ist / war.

Das vorgesehene Blockheizkraftwerk (BHKW) läuft nicht im vorgesehenen Umfang (würde zu Ersparnissen führen).

Die Grundkosten sind im Vergleich zu anderen Wärmelieferanten deutlich höher. Die Billigkeit dieser Kalkulation wird aktuell durch einen betroffenen Bürger in einem zivilrechtlichen Verfahren angegriffen.

Bei den Abrechnungen gab es Unzulänglichkeiten und Unregelmäßigkeiten (Messfehler).

UPDATE

Ein Eigner mit einem Reihenendhaus und gewöhnlich hoher ‘Belegung’ kommt mit seinem höheren Verbrauch im Schnitt der letzten acht Jahre auf 13,6 Cent je kwh. Je höher die tatsächlichen Verbrauchskosten, desto weniger fällt das hohe Grundendgelt ins Gewicht. Wie auch immer, auch dann sind 13,6 deutliche mehr, als andere Anbieter aufrufen.

Foto von AH

(jW)

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